Kurzantwort: Die folgenden Fälle sind zusammengesetzte Branchenszenarien (keine realen Betriebsnamen). Sie zeigen typische Hebel und Größenordnungen — Ihr Einzelfall weicht ab.
Ausgangslage: Parallelbetrieb Küche, Wäscherei und konstant hohe Lüftung in Konferenztrakten. Spitzenlast am Vormittag und frühen Abend.
Analyse: Feuchte- und CO₂-geführte Nachregelung nur teilweise aktiv; Kühlmaschinen liefen mit unnötig niedrigen Verflüssigungstemperaturen; Warmwasserbereitung doppelt (dezentral + Zentral).
Hebel (Auszug): Zonenstrategie für Lüftung, Harmonisierung Kühlkreis, hydraulischer Abgleich Heizkreise in Nebenräumen.
Einordnung: In vergleichbaren Projekten liegen Einsparungen bei Strom und Wärme häufig im zweistelligen Prozentbereich der adressierten Teilenergien — abhängig von Bestand und Umsetzungstiefe.
Szenario B — À-la-carte-Restaurant mit offener Küche
Ausgangslage: Hohe Abluftleistung über der Kochlinie; Kühlinseln und Vorbereitungskühlung permanent auf „Maximum“.
Analyse: Abluft nicht an Betriebszeiten gekoppelt; Nachtabsenkung in Vorbereitung fehlte; Türfallen und Schleusenlogik unzureichend.
Hebel (Auszug): Bedarfsgesteuerte Lüftung, Sollwertkorridor Kühlung, Schulungsschritt für Schließfolgen.
Einordnung: Viele Gastro-Betriebe sehen hier vier- bis fünfstellige Euro pro Jahr, wenn Kühlung und Lüftung gemeinsam optimiert werden.
Szenario C — Freizeitbad / Erlebnisbad
Ausgangslage: Pumpen und Rücklaufführung überdimensioniert; Hallenluft nachts auf Tagesniveau.
Analyse: Pumpenkennlinie und Ventilöffnungen passten nicht zusammen; Wärme aus Abluft wurde nicht genutzt.
Einordnung: Elektrische Hilfsenergie für Umwälzung oft 20–35 % reduzierbar, wenn Hydraulik und Regelung stimmen.
Szenario D — Catering mit Kühlkette
Ausgangslage: Mobile Kühlcontainer, Übergangslager und Produktionsküche — heterogene Temperaturen.
Analyse: Abtauzyklen unsynchron; Stand-by-Verluste; redundante Kühlmaschinen ohne Lastverteilung.
Hebel (Auszug): Zentrale Sollwertführung, Wartungsintervalle an Herstellervorgaben, Teillast optimieren.
Förderung: Soweit Ihr Unternehmen in die jeweiligen Programme fällt, kann eine BAFA-geförderte energetische Bewertung Teile der Auditkosten mindern — prüfen wir im Vorfeld.