Kurzantwort: Die folgenden Fälle sind zusammengesetzte Branchenszenarien (keine realen Betriebsnamen). Sie zeigen typische Hebel und Größenordnungen — Ihr Einzelfall weicht ab.

Gastronomie · Hotellerie · Freizeit

Fallbeispiele aus der Branche

Schwerpunkt: Heizung, Lüftung, Kühlung, Küche und Warmwasser. Für Norm und Ablauf siehe Energieaudit DIN EN 16247-1 und Gastronomie & Hotellerie.

Szenario A — Mittelgroßes Tagungshotel

Ausgangslage: Parallelbetrieb Küche, Wäscherei und konstant hohe Lüftung in Konferenztrakten. Spitzenlast am Vormittag und frühen Abend.

Analyse: Feuchte- und CO₂-geführte Nachregelung nur teilweise aktiv; Kühlmaschinen liefen mit unnötig niedrigen Verflüssigungstemperaturen; Warmwasserbereitung doppelt (dezentral + Zentral).

Hebel (Auszug): Zonenstrategie für Lüftung, Harmonisierung Kühlkreis, hydraulischer Abgleich Heizkreise in Nebenräumen.

Einordnung: In vergleichbaren Projekten liegen Einsparungen bei Strom und Wärme häufig im zweistelligen Prozentbereich der adressierten Teilenergien — abhängig von Bestand und Umsetzungstiefe.

Szenario B — À-la-carte-Restaurant mit offener Küche

Ausgangslage: Hohe Abluftleistung über der Kochlinie; Kühlinseln und Vorbereitungskühlung permanent auf „Maximum“.

Analyse: Abluft nicht an Betriebszeiten gekoppelt; Nachtabsenkung in Vorbereitung fehlte; Türfallen und Schleusenlogik unzureichend.

Hebel (Auszug): Bedarfsgesteuerte Lüftung, Sollwertkorridor Kühlung, Schulungsschritt für Schließfolgen.

Einordnung: Viele Gastro-Betriebe sehen hier vier- bis fünfstellige Euro pro Jahr, wenn Kühlung und Lüftung gemeinsam optimiert werden.

Szenario C — Freizeitbad / Erlebnisbad

Ausgangslage: Pumpen und Rücklaufführung überdimensioniert; Hallenluft nachts auf Tagesniveau.

Analyse: Pumpenkennlinie und Ventilöffnungen passten nicht zusammen; Wärme aus Abluft wurde nicht genutzt.

Hebel (Auszug): Pumpenreduktion mit messbarer Δp-Reduktion, Nachtabsenkung Luft, Wärmerückgewinnung prüfen (wirtschaftlich/technisch).

Einordnung: Elektrische Hilfsenergie für Umwälzung oft 20–35 % reduzierbar, wenn Hydraulik und Regelung stimmen.

Szenario D — Catering mit Kühlkette

Ausgangslage: Mobile Kühlcontainer, Übergangslager und Produktionsküche — heterogene Temperaturen.

Analyse: Abtauzyklen unsynchron; Stand-by-Verluste; redundante Kühlmaschinen ohne Lastverteilung.

Hebel (Auszug): Zentrale Sollwertführung, Wartungsintervalle an Herstellervorgaben, Teillast optimieren.

Förderung: Soweit Ihr Unternehmen in die jeweiligen Programme fällt, kann eine BAFA-geförderte energetische Bewertung Teile der Auditkosten mindern — prüfen wir im Vorfeld.

Unverbindlich anfragen